Studie: Steuerbelastung hat in Phase wirtschaftlichen Aufschwungs deutlich zugenommen
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  Hubertus Pellengahr

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM
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Sehr geehrte Damen und Herren,
wer finanziert eigentlich den Staat? Bei der wichtigsten Steuerart, der Einkommensteuer, sind es vor allem Menschen mit hohen Einkommen. 

Dieses Jahr wird das obere ein Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler voraussichtlich fast ein Viertel der gesamten Einnahmen des Staates aus Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag beisteuern, die oberen zehn Prozent sogar mehr als die Hälfte. Das ist ein Ergebnis der von der INSM beauftragten und heute veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

In der Studie wurde die Einkommensverteilung von 1998 bis 2021 untersucht. Zentrale Erkenntnis: In der Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs von 2014 bis 2019 führten ausbleibende Anpassungen von Einkommensteuertarif und Freibeträgen an die Realeinkommensentwicklungen dazu, dass im Jahr 2019, also im Jahr vor der Pandemie, die Steuerbelastung der Bruttoeinkommen in allen Einkommensgruppen höher lag als im Jahr 1998.

Das ist auch insofern interessant, weil durch die rot-grüne Einkommensteuerreform vor rund zwei Jahrzehnten der Spitzensteuersatz von 53 Prozent auf 42 Prozent gesenkt und später ein Reichensteuersatz von 45 Prozent für sehr hohe Einkommen eingeführt worden war. Trotzdem war die tatsächliche Steuerbelastung unmittelbar vor der Corona-Pandemie deutlich größer als vor diesen Steuerreformen. Das gilt im Übrigen auch für die Gruppe der unternehmerisch Tätigen und Selbstständigen. Auch diese weisen für 2019 eine signifikant höhere Steuerbelastung auf als 1998.

Was uns die Studie lehrt: Da die Steuerlast steigt, ergeben Debatten über Steuererhöhungen keinen Sinn – zumal sie Gift für die nun nötige Konjunkturbelebung sind. Weitere Steuererhöhungen würden einen Aufschwung bremsen und könnten mittelfristig sogar zu weniger Steuereinnahmen führen.

Was wir stattdessen brauchen: schnelles Wachstum, damit wir zügig zurück zu wirtschaftlicher Stärke finden. Das schafft Spielraum für Steuererleichterungen für alle Einkommensgruppen. Wir haben uns das verdient!

Lesen Sie hier die vollständige Analyse zur Steuerlast und hier die Zusammenfassung des Studienautors Dr. Martin Beznoska auf unserm Blog. Zusätzlich haben wir für Sie ein interessantes interaktives Tool entwickelt, das Ihnen aufzeigt, was Ihre individuelle Einkommensgruppe zum Steueraufkommen beiträgt. Schauen Sie hier vorbei!
Zum Steuerlast-Rechner
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